Ausgediente Akkus

Renault geht bei der Vermarktung von Elektroautos einen etwas anderen Weg als die übrigen Hersteller. Denn der französische Konzern verkauft die Fahrzeuge ohne Batterie.

Diese muss anschließend gegen eine monatliche Gebühr gemietet werden. Aus Sicht der Kunden hat dies Vor- und Nachteile. Da die Batterie bei Elektroautos eine der teuersten Komponenten ist, reduziert sich so der Anschaffungspreis. Allerdings ist das Auto ohne die Batterie auch nicht nutzbar, sodass eine dauerhafte Abhängigkeit gegenüber Renault entsteht. Dieses System hat aber auch den Effekt, dass der Autobauer jede Menge alte Elektroauto-Batterien im Lager hat. Auf Dauer verlieren diese an Speicherkapazität und werden aussortiert. Nun wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Connected Energy eine intelligente weitere Nutzung entwickelt.

Auch wenn sie kein Auto mehr antreiben kann, findet sich für die alte Batterie noch Verwendung in Stromspeichern. Bild: Renault

Das E-STOR System ist unabhängig vom öffentlichen Stromnetz

Denn auch die ausgemusterten Batterien besitzen noch genügend Speicherkapazität, um mehrere davon zu einem großen Stromspeicher zusammenzuschließen. BMW hat dies beispielsweise in Kooperation mit Vattenfall bereits gemacht und so eine Speicherlösung für einen Offshore-Windpark realisiert. Renault hingegen hat als Einsatzort Ladestationen für Elektroautos identifiziert. Normalerweise sind diese natürlich direkt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und benötigen daher keine Stromspeicher. Gerade in abgelegenen Gebieten kann es aber sehr teuer sein, eigens entsprechende Kabel zu verlegen. Dafür wurde nun das sogenannte E-STOR System entwickelt. In Deutschland und Belgien wurde je eine dieser Anlagen bereits probeweise errichtet. Aktuell wird zudem intensiv nach weiteren möglichen Standorten gesucht.

Mehr als 100.000 Autos mit geleaster Batterie sind bereits unterwegs

Produziert wird der benötigte Strom dann vor Ort – entweder durch Solarmodule oder mithilfe von Mikro-Windrädern. Durch die Nutzung von Ökostrom verbessert sich zudem die Klimabilanz der Elektroautos. Ebenso durch die Tatsache, dass die ausgemusterten Batterien nicht einfach auf dem Müll landen, sondern länger einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Ausreichend alte Elektroakkus dürfte Renault in jedem Fall besitzen. Der Konzern hat bereits mehr als 100.000 Fahrzeuge mit geleaster Batterie verkauft. Inzwischen wurde den Kunden zudem die Möglichkeit eingeräumt, auf einen leistungsfähigeren Akku upzugraden. Innerhalb der nächsten Monate ist nun geplant, das System in größeren Zahlen zum Einsatz zu bringen.

Via: Electrek

Quelle: https://www.electrive.net/2017/08/30/ausgediente-renault-akkus-speichern-strom-fuer-schnelllader/

Ausgediente Renault-Akkus speichern Strom für Schnelllader

Renault hat zusammen mit der britischen Firma Connected Energy in Belgien und Deutschland zwei Schnelladestationen der besonderen Art aufgebaut: An den Schnellladern kommt das Energiespeicher-System E-STOR von Connected Energy zum Einsatz. 

Das System setzt auf die Zweitnutzung ausgedienter Akkus aus Renault-Stromern. Mit dem E-STOR-System werden die Batterien bei geringer Leistung aufgeladen und die gespeicherte Energie mit hoher Leistung freigegeben. Weitere Schnelllader mit Batteriespeichern aus 2nd-Life-Akkus sollen in den kommenden Monaten folgen.
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